Implantologie

Die Implantologie ist ein Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich mit dem Einsetzen von Zahnimplantaten in den Kieferknochen befasst. Zahnimplantate bestehen üblicherweise aus Titan oder keramischen Materialien und erfüllen, als Träger der Zahnkrone, die Funktion einer Zahnwurzel.

Ein Zahnimplantat kombiniert mit einem künstlichen Zahn, der Krone, ist ein vollwertiger Zahnersatz. Zahnimplantate sollen kleine sowie große Lücken im Gebiss schließen und sind oft eine komfortablere und schonendere Lösung als herausnehmbarer Zahnersatz oder eine herkömmliche Brücke. In welchen Fällen ein Implantat jedoch wirklich sinnvoll ist und welches Modell am Ende infrage kommt, ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich.

Implantate sind nicht für Karies anfällig, bedürfen aber trotzdem, genau wie natürliche Zähne, einer regelmäßigen Pflege, da die Schnittstelle zwischen Krone und Zahnfleisch trotzdem anfällig für Bakterien und Entzündungen sein kann.

Das Einsetzen des Implantats erfolgt unter örtlicher Betäubung. Je nach Schwierigkeitsgrad kann der Eingriff zwischen 30 Minuten und zwei Stunden dauern. Abhängig von der Beschaffenheit des Kieferknochens erfolgt die endgültige Heilung nach zwei bis sechs Monaten. In manchen Fällen kann der Patient sofort mit einer Prothese versorgt werden.

Bei gewissenhafter Pflege können Zahnimplantate bis zu 30 Jahre lang beschwerdelos erhalten bleiben.

Entfernung von Weisheitszähnen

Die Weisheitszähne sind die hintersten Zähne im Gebiss. In den meisten Fällen ist ihre Entwicklung erst im Erwachsenenalter abgeschlossen. Bei 80% aller jungen europäischen Menschen reicht der Platz im Kiefer für den Weisheitszahn nicht aus und es können Probleme auftreten.

Der Zahn kann beispielsweise im Kiefer stecken bleiben (retinieren). Benachbarte Zähne können dabei geschädigt werden, Entzündungen, so wie Schäden am Kieferknochen können auftreten. Ob eine Entfernung der Weisheitszähne von Nöten ist, lässt sich nur schwer an allgemeinen Symptomen feststellen und ist eine individuelle Entscheidung.

Bei bestimmten Symptomen sollte eine Zahnentfernung jedoch in Erwägung gezogen werden. Dazu gehören: Schmerzbeschwerden am Weisheitszahn, Kaubeschwerden, Karies und Wurzelentzündungen, sowie Zysten und andere krankhafte Veränderungen im Bereich des Zahns.

Eine Zahnentfernung – auch operativ – wird meistens ambulant ausgeführt. Folgen einer Operation können Schwellungen, Blutergüsse und Schmerzen sein.